Frohe Kunde vom Glockenturm

Lange haben wir gewartet. Nun ist ein gutes Ende in Sicht. Wenn alles klappt, werden die Glocken von Sankt Johannes die Adventszeit einläuten und das Weihnachtsfest 2021 mit ihrem Klang festlich begleiten.

Als sich vor vier Jahren, im Frühjahr 2017, Zementstücke aus den Fugen des Glockenturms auf dem Kirchplatz fanden, ahnte noch niemand, welch große Herausforderungen auf Gemeinde, Pfarrei und Bistum zukommen würden. Der Turm erwies sich als dringend sanierungsbedürftig. Rost hatte sich in den Vierkantprofilen des Stahls, die beim Bau ins Mauerwerk eingelassen wurden, eingefressen und ausgedehnt. Die Folge: Steine und Mörtel wurden nach außen gedrückt, die Statik war bedroht. Jetzt muss das marode Metall ausgebaut werden. Es wird durch neue, korrosionssichere Verstrebungen, die nun von innen vor das Mauerwerk gesetzt werden, ersetzt. Sie fangen Kräfte auf, die durch die schwingenden Glocken entstehen.

Doch damit nicht genug. Auch das in die Jahre gekommene Dach der Kirche bedarf einer ausgedehnten Sanierung. Das gesamte Dach wird abgedeckt, auch am Dachstuhl und an der Wärmedämmung muss stellenweise nachgearbeitet werden, genauso wie bei den kupfergedeckten Dachhäusern auf der Westseite der Kirche.  Die bittere Pille dabei: Für die Dauer der Dämmarbeiten muss die Kirche zeitweise komplett geschlossen werden, Bänke und Orgel werden durch Abdeckungen geschützt.

Im März geht es los mit Arbeiten zum Einrüsten von Turm und Kirche. Knapp eine Millionen Euro werden bis zum Abschluss der Maßnahmen auf die Konten der beteiligten Firmen geflossen sein. Ausgaben, die sich lohnen. Die Zukunft der Johanneskirche als Mittel-, Dreh- und Angelpunkt des Gemeindelebens und des Kirchviertels wird auf eine solide Basis gestellt. Dank an alle Beteiligten.