Impuls Nr. 122

Kennen Sie das auch?

Da liegt der Gang der Dinge vor einem. Zeitpunkte und Abläufe sind schon länger klar, frau macht Pläne für den nächsten Lebensabschnitt; eine Zeit geht zu Ende und etwas Neues beginnt.

Eigentlich ist alles geregelt, die Berufsjahre waren erfüllt und anstrengend und schön.
Das alles wird nun wegfallen, die Rente beginnt.

Und auf einmal, kurz vor knapp stellen sich komische Empfindungen ein. Mulmige Gefühle in der Magengegend, Traurigkeit ohne aktuellen Anlass und eine Unruhe, die unterschwellig vorhanden ist.
Die Vorfreude auf den Ruhestand schlägt um. Jetzt alles hinter mir lassen? Das Liebgewonnene, wie auch das Lästige verlassen, abgeben, loslassen?

Fragen, die ich mir zunehmend stelle, je näher der Termin nach vorne rückt.

Wie passend, dass das Sonntagsevangelium (Mk 5,21-43)) von zwei Frauen berichtet, die auch geplagt sind von Zweifeln und Fragen, von Ängsten und Sorgen.

Die Tochter des Synagogenvorstehers und die unheilbar kranke Frau erfahren in ihrer je eigenen Situation die heilende Kraft Jesu, der sie von ihren Leiden, ja sogar vom Tod befreit.

Der jüngeren verschafft er neues Leben, indem er ihren Vater aus seinen übermächtigen und besitzergreifenden Zwängen gegenüber der Tochter befreit. Der älteren Frau verhilft er zu neuem Aufbruch, weil er ihr die Möglichkeit bietet, zu sich selbst zu finden, sich einzugestehen, dass sie ihr halbes Leben lang falschen Vorstellungen und Idealen nachgelaufen ist.

Das macht mir Mut, den neuen Abschnitt in meinem Leben freudig zu beginnen.
Echte Hilfe zum Leben. Gott sei Dank!

Mit dieser FROHEN BOTSCHAFT und ganz viel Dankbarkeit verabschiede ich mich aus der Pfarrei St. Franziskus.

Vergelt‘s Gott und Auf Wiedersehen

Barbara Pott

 
 

Herzliche Grüße

Barbara Pott, Gemeindereferentin